LGBTQ

Auch wenn die Pathologisierung anderer geschlechtlicher Orientierungen, zumindest in unseren Breiten, glücklicherweise der Vergangenheit angehört, ist ein freies Ausleben der einzigartigen Sexualität oft nicht problemlos möglich. Je nachdem in welchem Kontext (Stadt/Land, Religionszugehörigkeit, kulturelle Wurzeln) jemand lebt, kann ein entsprechendes Outing eine mehr oder minder große Hürde bedeuten, mit Angst verbunden sein. Die Abkürzung LGBTQ steht für Lesbian (lesbisch), Gay (schwul), Bisexual (bisexuell), Transgender und Queer. Manchmal wird auch noch ein + Zeichen eingefügt , um weitere Identitäten und Orientierungen ebenfalls zu erfassen. Eine ausführliche Erklärung dieser Begriffe würde den Rahmen dieser Homepage sprengen. Die Regenbogenfahne steht für die sexuelle Vielfalt, die mit dieser Abkürzung umschrieben wird und wird nun vielerorts gezeigt und gehisst. Sie gilt mittlerweile als chic und es schmücken sich sogar Institutionen damit, die nicht wirklich sexuell tolerant sind. Der Schein ist oft schöner als das reale Sein in der Alltagsrealität.

Der Weg zu einer ganz eigenen Sexualität ist oft nicht leicht. Der erste Schritt ist natürlich sich selbst darüber klar zu werden, welche sexuelle Identität und Orientierung zu einem passt. Sich zu erlauben hin- und hinein zu spüren, ernst zu nehmen und ein Gefühl zu entwickeln, was der ganz eigene Weg sein könnte. Ein Schubladendenken ist da oft eher kontraproduktiv. Ein vorsichtiges Ausloten, sich vielseitig zu informieren und Gespräche mit vertrauten Menschen sind häufig wichtige Stationen.

Die ganz eigene sexuelle Identität und Orientierung zu finden kann sehr beglückend sein, insbesondere wenn es gelingt diese auszuleben und die passenden Menschen als Gegenüber zu finden. Wenn es Störungen in diesem Prozess gibt, z.B. der Zugang zum eigenen Körper versperrt ist, es innere und äußere Verbote gibt, das Thema Sexualität zu sehr schambehaftet ist, können sich psychische Probleme entwickeln. Oft ist es den Betroffenen gar nicht bewusst, was die Quelle ihres Leidens ist. Oder sie wissen es, fühlen sich aber hilflos und ausgeliefert, weil sie sich nicht verstanden fühlen, das Gefühl haben nicht genug Kraft und Mut zu haben seine eigene Sexualität zu leben. In diesem Fall kann es hilfreich sein professionelle Hilfe zu suchen.